Es gab in der Geschichte der Bank eine weitere „Managerin“

 

Thea Nijhuis (später verh. Roffmann)

Durch einen tödlichen Verkehrsunfall am 26.12.1938 verlor die Spar- und Darlehnskasse Gildehaus unerwartet ihren Rendanten Dietrich Nijhuis, der 1934 das Amt übernommen hatte. In der Sitzung vom 31.12.1938 beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat: „Der Fräulein Thea Nijhuis wird für den verstorbenen Vater D. Nijhuis Vollmacht für die ganze Geschäftsführung ab 1. Jan. 1939 erteilt.“1

In der Generalversammlung vom 29.03.1939 wurde diese Entscheidung bestätigt und ab 01.04.1939 dem Fräulein Nijhuis „endgültig die gesamte Geschäftsführung“ übertragen.2

 

Zum 30.7.1940 kündigte Thea Nijhuis die Stelle als Rendantin. Man kann nur vermuten warum…

Im August 1941 und im Oktober 1942 – allerdings dann schon als Frau Thea Roffmann – übernahm sie die Urlaubsvertretung für den nachfolgenden Rendanten Gerhard Schrader. 3

Den Artikel anlässlich des Weltfrauentages 2019 lesen Sie hier: https://blog.grafschafter-volksbank.de/2019/03/08/weltfrauentag-unsere-historischen-managerinnen/

In den Publikationen der Stiftung GIZ -Genossenschaftshistorisches Informationszentrum, 10365 Berlin, Josef-Orlopp-Straße 32-36 sind drei interessante Artikel unter dem Thema “ Die Teilnahme der Frauen am Genossenschaftsleben … „ zu finden. Lesen Sie hier: GIZMAGAZIN 3-2019

 

 

1. Archiv der Grafschafter Volksbank eG, 19-1, Protokollbuch von Vorstand- und Aufsichtsrat, Seite 227

2. Archiv der Grafschafter Volksbank eG, 14-5, Protokollbuch der Generalversammlung, Seite 51

3. Archiv der Grafschafter Volksbank eG, 19-1, Protokollbuch von Vorstand- und Aufsichtsrat, Seite 257 und 270