Verschiedene Kunden wünschten in der Gemeinde Klausheide eine Annahmestelle der Raiffeisen-Bank Hestrup e.G.m.b.H.
Quelle: Unternehmensarchiv der Grafschafter Volksbank eG, 75-4, Vorstand- und Aufsichtsratsprotokoll, S. 20.

Darum wurde am 05.09.1960 in der Vorstands- und Aufsichtsratssitzung der Antrag verschiedener Kunden zur Diskussion gestellt, in der Gemeinde Klausheide eine Annahmestelle zu eröffnen. 113 Einlage- und acht Kreditkonten wurden zu dem Zeitpunkt über die Nebenstelle Nordhorn, Lingener Straße geführt. Es erging ein einstimmiger Beschluss, über den Verband die Genehmigung dafür zu erwirken. Diese wurde mit Wirkung vom 14.11.1960 erteilt.212-6 Genehmigung Eröffn. Nebenzwgst. in Klausheide, 01.11.1960

 

Quelle: Archiv der Grafschafter Volksbank eG, Bildbestand.

Der Rendant wurde beauftragt, einen geeigneten Geschäftsraum dafür zu finden, um zum 01.12.1960 vorerst für zwei halbe Tage in der Woche zu öffnen, die Kassenstunden dann aber dem Bedarf entsprechend anzupassen.1 Bei der geeigneten Suche kam es zu einer leichten Verzögerung, aber die Eröffnung erfolgte dann am 03.01.1961.2

Quelle: Unternehmensarchiv der Grafschafter Voolksbank eG, 75-4, Vorstand- und Aufsichtsratsprotokoll, S. 141.

Im Mai 1963 wurden die Bankgeschäfte in das Dorfgemeinschaftshaus verlegt. Es war gelungen, mit der Gemeinde einen Mietvertrag darüber abzuschließen. Die erfreuliche Entwicklung führte dazu, ab dem 1. April 1965 die Nebenzweigstelle in Klausheide täglich zu besetzen und den „Schalter“ entsprechend von montags bis freitags nachmittags von 14:30 Uhr bis 17:30 Uhr zu öffnen.212-6 Kd.mitteilung – Klausheide tgl. besetzt, 29.03.1965

Bereits in 1962 hatte man beschlossen einen Bauplatz zu erwerben, diesen Beschluss aber bisher nicht realisiert. In 1965 knüpfte die Verwaltung daran an und bevollmächtigte den Rendanten Hermann Wilmink mit einer kurzfristigen Umsetzung.3 Aber weiterhin ohne Erfolg.

Quelle: Unternehmensarchiv der Grafschafter Volksbank eG, 151-1, Vorstand- und Aufsichtsratsprotokoll, 23.08.1972

Zwischenzeitlich war es am 22. Juni 1970 zur  Verschmelzung der Raiffeisen-Bank Hestrup e.G.m.b.H. mit der Volksbank Nordhorn e.G.m.b.H. gekommen. Dadurch wurde die Nebenzweigstelle zur Zweigstelle der Raiffeisen- und Volksbank Nordhorn e.G.m.b.H.

Quelle: Unternehmensarchiv der Grafschafter Volksbank eG, 152-1, Vorstand- und Aufsichtsratsprotokoll, 11.06.1975

Am 25.11.1971 wurde festgestellt, dass trotz eines engen Raumes und der starken Kundenfrequenz noch eine ordnungsgemäße Bedienung möglich war. Somit wurden Neubauabsichten noch zurückgestellt.4 In 1972 war wieder in den Dokumenten die Rede vom Erwerb eines Ladenlokals. In 1975 gelang dann der Erwerb eines Bauplatzes zum Neubau eines Bankgebäudes. Die Planung des Architekten Rammelkamp fand dabei die Zustimmung im Vorstand und Aufsichtsrat.

Quelle: Unternehmensarchiv der Grafschafter Volksbank eG, 152-2, Vorstand- und Aufsichtsratsprotokoll, 18.08.1976

Am 27.08.1976 war es dann soweit. Neben einer offiziellen Eröffnungsfeier gab es am 29.08.1976 einen Tag der offenen Tür. Damit wurde der Bevölkerung die Gelegenheit gegeben, die neuen Räumlichkeiten zu besichtigen.

Quelle: Unternehmensarchiv der Grafschafter Volksbank eG, 170-25, Geschäftsbericht 1976 der Raiffeisen- und Volksbank Nordhorn eG.
Unternehmensarchiv
der Grafschafter
Volksbank eG,341-1,
Neubau

 

 

 

 

Quelle: Unternehemensarchiv der Grafschafter Volksbank eG, 170-27, Geschäftsbericht 1978 der Raiffeisen- und Volksbank Nordhorn eG.

Ein Novum in einer Zweigstelle der Grafschafter Genossenschaftsbanken: Eine Toto-Lotto-Annahmestelle!

Quelle: Unternehmensarchiv der Grafschafter Volksbank eG, 158-1, Vorstandsprotokoll, 26.02.1981

Dieser Service wurde aber nach circa drei Jahren zum 30.06.1981 wieder aufgegeben.

 

 

 

Quelle: Unternehmensarchiv der Grafschafter Volksbank eG, Bilderbestand.

Nachdem durch ein Verbandsgutachten die Wirtschaftlichkeit der mit Bedien- und Beratungspersonal besetzten Geschäftsstelle untersucht worden war, entschieden Vorstand und Aufsichtsrat am 25.01.2000, die Geschäftsstelle in eine Selbstbedienungsfiliale zu ändern.5 Es war bereits der Bau eines separaten SB-Pavillions auf dem Geschäftstellen-Grundstück in Auftrag gegeben6 , als es gelang, für das Gebäude einen Käufer zu finden. Dieser war bereit, den ehemaligen Eingangsbereich als SB-Filiale zu vermieten. Der Auftrag zum Bau des SB-Pavillions wurde gegen eine Entschädigung storniert und das Foyer dafür angemietet. Ein Kontoauszugsdrucker und ein Geldausgabeautomat wurden für die Kunden installiert.7

15 Jahre wurde der Standort Klausheide dann als sogenannte SB-Filiale betrieben. Durch die Fusion ab 04.08.2004 als SB-Filiale der Grafschafter Volksbank Nordhorn-Emlichheim-Veldhausen eG. Durch die Fusion mit der Volksbank Obergrafschaft eG in 2007 entfiel dann der Namenszusatz (Nordhorn-Emlichheim-Veldhausen), bevor am 31.05.2016 der Standort Klausheide von der Geschäftsführung aufgegeben wurde.

 

 

 

 

 

 

1. Archiv der Grafschafter Volksbank eG, 75-4, Vorstand- und Aufsichtsratsprotokoll, S. 28.

2. Ebd., S. 31.

3. Archiv der Grafschafter Volksbank eG, 75-5, Vorstand- und Aufsichtsratsprotokoll, S. 35.

4. Archiv der Grafschafter Volksbank eG, 151-1, Vorstand- und Aufsichtsratsprotokoll, 25.11.1971.

5. Archiv der Grafschafter Volksbank eG, 103-1, Vorstand- und Aufsichtsratsprotokoll, 25.01.2000, TOP 6 S. 2 u. 3.

6. Ebd., 19.10.2000, TOP 6.

7.Archiv der Grafschafter Volksbank eG, 103-2, Vorstand- und Aufsichtsratsprotokoll, 27.02.2001, TOP 9 u. 10.