Da guckt man auf den Kalender und sieht, es ist Dezember. Dabei kommt mir die Ankunft in Sofia vor, als sei sie erst gestern gewesen.

Sofia selbst ist die Hauptstadt von Bulgarien und mit über 1,2 Millionen Einwohnern die größte Stadt des Landes. Sie überzeugt mich mit ihrem besonderen Charme. Die modernen Gebäude gleich neben den zerfallenden Plattenbauten, die großartigen Parks, die sozialistischen Denkmäler, die beeindruckende Street Art, der Vitosha Boulevard mit seinen schönen Cafés, die riesigen Einkaufszentren und auch die Knieläden, für die man sich gerne weit bückt. Hinter Sofia erhebt sich das Vitosha-Gebirge. Bis zur Spitze des Hausberges bin ich schon hoch gewandert und im nächsten Monat werde ich dort auch Skifahren. In dieser spannenden Stadt zu studieren ist für mich die beste Wahl gewesen.

Aber Bulgarien hat nicht nur eine tolle Stadt zu bieten. Auch Plovdiv kann sich mehr als sehen lassen. Die Stadt wurde auf sieben Hügeln erbaut, ist die älteste Stadt Europas und die zweitgrößte Stadt Bulgariens. Außerdem wurde sie zur „Europäischen Kulturhauptstadt 2019“ ernannt. Vom Archaelogical Complex Nebet Tepe hat man eine atemberaubende Aussicht auf die Hügel von Plovdiv und über die ganze Stadt. In der europäischen Kulturhauptstadt findet man eine wunderschöne bunte Altstadt, interessante römische Bauwerke wie das Theater von Philippopolis und das Römische Stadion, aber auch viele schöne Gotteshäuser wie die Dschumaja Moschee.

Auch die Kulturhauptstadt des Balkans habe ich besucht. Veliko Tarnovo ist die wohl eindrucksvollste Stadt, die ich hier in Bulgarien bislang gesehen habe. Sie liegt im Norden des Landes und ist knapp 250 Kilometer von Sofia entfernt. Wer diese Stadt besucht, taucht in die 5.000-jährige Geschichte Bulgariens ein. Die faszinierende Festung Tsarevets berichtet von der mittelalterlichen Bedeutung der Stadt. Die Festung war damals eine regelrechte Stadt mit Kirchen, Klöstern, Palästen und Wohnhäusern. Aber auch die Kirchen wie die Sveta Bogoroditsa lassen weit in die Geschichte zurückblicken. Es gibt viele Museen zu besichtigen, darunter das Archäologische Museum. Dort werden die Beweise für die 5.000 Jahre alte Besiedlung der Region präsentiert. Und die vielfältigen Einkaufsstraßen mit der nostalgischen Wohlfühlarchitektur entführen in eine andere Zeit.

Natürlich musste ich auch einmal den Strand in Bulgarien erkunden und bin mit dem Bus nach Varna gefahren, der drittgrößten Stadt Bulgariens. Hier finden sich nicht nur Strand und Partymeile, sondern auch Geschichte und Kultur auf einem Fleck.

Dank meines Geburtstagsgeschenks durfte ich in der ganzen bisherigen Zeit auch vier tolle Tage in Athen verbringen. Shoppen war ich am Black Friday in der Fashion-Metropole Mailand. Auch wenn wir mit dem Hostel in Mailand ein paar Schwierigkeiten hatten, war der Kurztrip ein voller Erfolg.

Das letzte Wochenende verbrachte ich in Rumänien. Zuerst bin ich nach Bukarest gefahren. Die Hauptstadt Rumäniens ist mit seinem Stadtbild das kleine Paris des Ostens. Sogar einen Triumphbogen gibt es dort. Der gigantische Parlamentspalast ist das zweitgrößte Regierungsgebäude der Welt und absolut sehenswert. Im Anschluss besichtigte ich das schöne Schloss Peleș in Sinaia. Natürlich bin ich auch nach Bran gefahren und habe mir das gruselige Schloss Graf Draculas angesehen.

Eines muss ich zu guter Letzt noch festhalten: Egal in welches Land oder in welche Stadt ich reise – immer im Gepäck dabei ist die große Freude und Neugierde auf ein neues Abenteuer.

Aussicht von der Festung Tsarevets

Vitosha Berg

 

Theater von Philippopolis

 

Street Art in Sofia
Knieladen in Sofia
Festung Tsarevets bei Nacht